Archiv der Kategorie: Bildbände

Schön nackt – Aktfotografie in der DDR

Der im Verlag „Das Neue Berlin“ erschienene Bildband, stellt einen umfangreichen Streifzug aus dem Fundus namhafter Aktfotografen der ehemaligen DDR dar. Die Fotos, geordnet nach Fotografen, die zu Beginn des jeweiligen Kapitels biographisch vorgestellt werden, sind eine einmalige Fundgrube für jeden, der sich für gute Fotografie interessiert. Authentische Schwarz-Weiß-Fotografien, vornehmlich aus den 70er und 80er Jahren, geben auch einen Einblick in das Wesen der Menschen und ihr Leben.

150 Aktfotografien von 18 verschiedenen Fotografen sind in diesem Bildband versammelt, der damit einen umfänglichen Überblick über das Schaffen der wichtigsten Aktfotografen der DDR gibt.

Viel wurde bei den Aufnahmen damals, dem Zeitgeist entsprechend, mit Grobkörnigkeit und Weichzeichnern herumexperimentiert. Das ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, gehört aber zu der Epoche mit dazu. So gab und gibt es auch in der Fotografie Trends, die sich fortentwickeln oder wieder in der Versenkung verschwinden, was man auch hier an den Fotos sehr gut sehen kann.

Das Schöne an den hier vorgestellten Aufnahmen, ist die Nstürlichkeit, die die Frauen ausstrahlen. Da ist nichts gekünstelt, viele der Aufnahmen wirken weniger professionell gestellt, als sie in Wahrheit vermutlich sind. Auch das ist Kunst, die nicht jedem Fotografen in die Wiege gelegt wurde. Die Frauen zeigen sich wie sie tatsächlich geschaffen wurden, nichts mit Silikonbrüsten oder rasiertem Schamhaar, auch beides Trends die es in der Form damals noch nicht gab.

Wer einen umfänglichen Einblick in die DDR-Aktfotografie sucht, ist mit diesem Bildband wirklich gut bedient.

Share Button

Thomas Kupfermann – FKK in der DDR

Statistiken zufolge hatten 80 % der DDR-Bürger Erfahrungen mit FKK-Urlaub. Was im Westen eher verpönt war, war in der DDR ganz normal: Urlaub an Nacktbadestränden, egal ob an der Ostsee oder am Baggersee.

Thomas Kupfermann hat in diesem Buch Fotos gesammelt, die aus Privatbeständen stammen. Fotos, die den FKK-Alltag der Urlauber repräsentieren. Hobbyfotografen haben dafür in ihren Beständen gekramt und Fotos zur Verfügung gestellt. Keine plumpen Sexfotos, keine professionell arrangierten Aktaufnahmen, einfach damals entstandene Schnappschüsse, die sich ihre Natürlichkeit bis heute bewahrt haben.

Gepaart mit Sprüchen zum schmunzeln und Texten, die an die damals unbeschwerte Urlaubszeit der FKK-Urlauber erinnern, ist dieses Buch gut geeignet für jeden der ergründen möchte, weshalb FKK-Urlaub in der DDR so populär war.

Auch der Wissensbildung dient das Buch, wenn man dann so etwas erfährt:

„Sah man einen Menschen mit Hose zur Platzverwaltung hasten, wußten alle: Der hat ein Telegramm.“

Für DDR-Bürger ist das Buch eine schöne Erinnerung an längst vergangene Zeiten, für alle anderen ein Einblick wie Urlaub in der ehemaligen DDR zumindest für einen Teil der Bevölkerung ablief.

Mit „FKK in der DDR“ hat der Eulenspiegel-Verlag eine Thematik beleuchtet, die bisher in der Literatur eher weniger beachtet wurde, gerade auch wenn es um geschichtliche Rückblicke in die Zeit der DDR ging. Diese Lücke hat das Buch zumindest versucht zu einem gewissen Teil zu schließen und es ist auch recht gut gelungen.

Share Button

Akt in der DDR – Eine Retrospektive

Aktfotografie gab es auch in der DDR. Im Gegensatz zur damaligen BRD gab es entsprechende Publikationen aber in der Regel nicht frei zu kaufen. Dafür entwickelte sich gerade auch in der DDR eine qualitativ sehr hochwertige Aktfotografie, bei der die abgelichteten Frauen durch sehr selbstbewußt auftraten.

Der Verlag „Bild und Heimat“ aus Berlin hat einen Bildband mit über 100 Aktaufnahmen herausgebracht, natürlich alle im stilvollen schwarz/weiss gehalten.

Die zwischen den 60er Jahren und der Wendezeit entstandenen Fotos stammen von über 30 verschiedenen Fotografen, darunter so populäre Namen wie Günter Gueffroy oder Roger Rössing.

Die nächste Buchrezension steht bevor. #Buch #Akt #Book #instabook

Ein von Torsten Maue (@torstenmaue) gepostetes Foto am

Aufgrund der unterschiedlichen Fotografen, deren Fotos in diesem Bildband vereint sind, lassen sich auch die unterschiedlichen Stile und Herangehensweisen an das Thema Aktfotografie gut erkennen. Wer pornographische Aufnahmen erwartet, der wird enttäuscht werden, denn Aktfotografie hat damit absolut nichts zu tun. Wer ästhetische Aufnahmen ostdeutscher Frauen sehen möchte, teils in sehr interessanten Umgebungen umgesetzt, der wird mit „Akt in der DDR“ einen recht guten Querschnitt aus dem Schaffensportfolio zahlreicher DDR-Fotografen zu sehen bekommen, der absolut begeistern kann.

Ein Bildband den man sich definitiv gerne anschaut und der absolut nicht in die Schmuddelecke gehört und auch nicht fremden Augen versteckt werden muß.

Share Button