Archiv der Kategorie: Fachliteratur

Stephan Heinrich – Gute Geschäfte

Stephan Heinrich ist Verkaufstrainer und durch seine Aktivitäten auf der Plattform Xing kannte ich ihn bereits online eine Weile. Daraus ergab sich die Möglichkeit das hier vorgestellte Buch als Rezensionsexemplar zu erhalten.

Zielgruppe von „Gute Geschäfte – 52 clevere Tipps für profitable Beziehungen im Business“ sind in erster Linie Außendienstmitarbeiter und Vertriebsmanager, deren Hauptaufgabe es ist neue Kunden für das Unternehmen zu beschaffen und die bestehenden Kundenbeziehungen zu pflegen.

In dem Buch beschreibt Stephan Heinrich recht anschaulich wie man Kontakte zu potentiellen Kunden aufbaut und pflegt und das nicht nur abstrakt von oben herab sondern sehr beispielhaft, sodaß man schnell merkt, daß da wer schreibt, der Ahnung von der Materie hat.

Der flüssige Schreibstil wirkt sich positiv auf den Lesefluß aus. Die Tipps reichen von der Briefgestaltung über die Ansprache am Telefon bis hin zur Gestaltung von Präsentationen, sodaß sich wirklich für jeden da etwas passendes findet, was ihn weiter bringt. Und alleine schon durch die Gestaltung des Buches im Querformat wird klar: so macht man auf sich aufmerksam, nämlich anders zu sein, außergewöhnlich zu sein.

Mit „Gute Geschäfte“ bekommt der Vertriebsmitarbeiter ein Buch an die Hand, das nie oberlehrerhaft wirkt, jedoch immer wieder dazu anregt seine Vertriebsmethoden zu überdenken und auch mal von außen einen Blick auf selbige zu werfen.

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Sonya Kraus, Jessi Hesseler – Törtchenzeit

Beim Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse bekam ich dieses Buch geschenkt. Ich backe zwar nicht, hab mir das aber dennoch mal genau angeschaut.

Kuchen und Törtchen – auf keinen Fall etwas für Leute die auf Diät sind. Also dann lieber hier nicht weiterlesen. 😉

Das Buch beginnt mit einigen Grundrezepten, einem Back-ABC sowie einigen Infos zur benötigten Grundausstattung. Danach gibt es dann unzählige Rezepte, eines leckerer als das andere. Die Rezepte sind stichpunktartig beschrieben. Das ist vollkommen okay, wie ich finde.

Ein paar Sachen stören mich an dem Buch aber dennoch. Das verwendete Papier lässt die Fotos nicht wirklich zur Geltung kommen. Hochglanzpapier hätte das Buch sicherlich verteuert, wäre aber für die Fotodarstellung bedeutend besser gewesen. Das man die Fotos auch als Hintergrund für den Text nimmt, mag zwar auf den ersten Blick chic wirken doch für die Lesbarkeit ist dieseher kontraproduktiv. Das Auge muß sich auf jeder Seite an neue Hintergründe, teilweise auch an neue Textfarben gewöhnen.

Auch die teilweise verwendete Schreibschrift ist alles andere als eine Augenweide. Auch wenn das Buch etwas „mädchenhaft“ wirken soll, denke ich, daß man mit weniger und dafür einfacheren Schriftarten besser gefahren wäre.

Süßschnäbel sollten dennoch zu dem Buch greifen, wenn sie neue Kuchen- und Tortenrezepte inklusiver toller Dekovarianten suchen. Denn das bekommt man mit diesem Buch auf jeden Fall geboten.

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Steffen „Stilpirat“ Böttcher – Abenteuer Fotografie

Wer kennt das nicht: eine neue Kamera gekauft und jetzt sollen DIE Fotos schlechthin gemacht werden. So ähnlich fing es auch bei Steffen Böttcher an. Mit dem Buch „Abenteuer Fotografie“ nimmt er uns mit auf eine Reise durch seine Entwicklung vom Fotografieanfänger zum professionellen Hochzeitsfotografen.

Das Buch ist kein klassisches Fachbuch a la „Wenn das Licht aus einem Winkel von 53 Grad von rechts auf das Objekt fällt und links noch ein Spiegel steht, dann Blende 8 bei 1/400 sek. einstellen“, sondern beschreibt in kleinen Geschichten wie sich Steffen Böttcher dem Thema Fotografie genähert hat. Das Ganze beschreibt er in einer Art und Weise, daß man das Buch nur ungern aus der Hand legt. Wobei, eigentlich möchte man beim Anblick der Fotos sofort die Kamera nehmen und versuchen genau solche Fotos auch zu machen.

Auch etwaige Fehlentscheidungen beschreibt der „Stilpirat“ in „Abenteuer Fotografie“, sodaß man selbst vielleicht vor der einen oder anderen Fehlentscheidung dadurch bewahrt werden kann.

An wen richtet sich das Buch? Zum einen durchaus auch an Anfänger, aber auch Leute, die schon länger fotografieren, können hier sicher noch den einen oder anderen Input für sich mitnehmen. die wohl wichtigste Erkenntnis des Buches, die auch immer wieder dort auftaucht: am wichtigsten für ein gutes Foto ist das Licht. Wer das Licht beherrscht, beherrscht das Foto.

Wer sich nach dem Lesen der Bedienungsanleitung der neuen Kamera zu sehr von Fachbegriffen und technischen Daten überrannt fühlt, der kommt mit diesem Buch wieder auf ein erholsameres, streßfreieres Level. Wer mehr als nur knipsen möchte, wer wirklich gute Fotos machen möchte, dem sei das „Abenteuer Fotografie“ von Steffen Böttcher ausdrücklich empfohlen. Spätestens nach der Lektüre denkt man beim Fotografieren mehrmals drüber nach, ob das gewählte Motiv, das vorherrschende Licht wirklich optimal ist. Daher eine eindeutige Leseempfehlung für jeden Hobbyfotografen.

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Andre Alpar – SEO auf Deutsch

Wer hier ein deutschsprachiges Fachbuch erwartet, der wird schwer enttäuscht werden. Hier werden 33 deutsche Suchmaschinenoptimierer interviewt und beschreiben ihren Werdegang.

Das über 330 Seiten starke Buch erzählt in Interviewform wie die einzelnen Interviewpartner zum SEO kamen, welches ihre ersten Erfolge waren, was sie für Hobbies haben usw.

Stellt sich die Frage: für wen ist das Buch gedacht?

Laut Buchumschlag richtet es sich „an erfahrene SEOs und Branchenkenner als auch an Einsteiger, die nach einem professionellen Einstieg in das Thema SEO suchen.“.

Das Buch liest sich zwar flüssig, doch ob es dem o.g. Anspruch gerecht wird, wage ich zu bezweifeln. Mir bringt es absolut nichts zu wissen, wer verheiratet ist oder nicht und wohin der letzte Urlaub ging oder was die Person vor dem SEO-Einstieg gemacht hat.

Der Interviewansatz an sich ist sicher nicht schlecht gewählt, die Fragen und Antworten driften allerdings zu stark ins Belanglose an. Da ist selbst nen Interview mit Finanzminister Schäuble zum xten Griechenlandrettungspaket häufig interessanter zu lesen.

Stattdessen wäre es wohl besser gewesen, den fachlichen Bereich stärker in den Vordergrund zu stellen. Aktuelle Fachthemen bei den einzelnen Interviewpartnern zu hinterfragen, hätte sicher für den Leser mehr gebracht, mit dem er etwas anfangen könnte. So könnte man den vorhandenen Inhalt von über 330 Seiten wohl problemlos auf 50 Seiten oder so zusammendampfen ohne etwas wirklich interessantes streichen zu müssen. Zuviel Blabla und Selbstbeweihräucherung als wirklich fachlicher Input.

Der Titel des Buches verspricht daher viel mehr als er zu halten vermag.

Fazit: keine Leseempfehlung für „SEO auf Deutsch“.

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Wenz/Hauser – Websites optimieren


Wer eine Webseite hat, der möchte in der Regel damit im Netz gefunden werden, möchte Produkte oder Dienstleistungen verkaufen und daher möglichst viele Besucher auf seine Seite locken.

Vieles gilt es in diesem Zusammenhang zu beachten. Webseiten sollten nicht nur für die Besucher ansprechend gestaltet sein, sie sollten ebenso auch für Suchmaschinen lesbar sein.

Das Buch von Christian Wenz, Tobias Hauser, Katja Heinemann, Thomas Kraehe und Stefan Fischerländer erklärt auf über 500 Seiten alles grundsätzliche was man wissen muß um mit seiner Webseite erfolgreich im Netz zu werden.

Inhaltsübersicht

1. Besser auffindbar – Suchmaschinenoptimierung
2. Gut vermarktet – Online- und Suchmaschinenmarketing
3. Gut gesendet – E-Mail- und Permission-Marketing
4. Erfolgreich im Netzwerk – Social Marketing
5. Usability – vom Nutzererlebnis zur Conversion-Rate
6. Websites für alle – Barrierefreiheit
7. Das Scheunentor – Sicherheitslücken vermeiden
8. Wider die Langsamkeit – Performance-Optimierung
9. Alles neu? – Designoptimierung und Relaunch-Konzeption
10. E-Controlling – Erfolgskontrolle im Netz

„Websites optimieren“ richtet sich an Personen, die zumindest bereits über ein gewisses Grundlagenwissen verfügen und nicht erst noch erklärt bekommen müssen, was eine Domain ist.

Mit dem Buch geben die fünf Autoren den Webseitenbetreibern einen Leitfaden in die Hand der es ihnen ermöglicht sich intensiv in das Thema Onlinemarketing und Webseitenoptimierung einzuarbeiten. Als Grundlage um auch im Gespräch mit beauftragten Agenturen nicht ganz unbedarft dazustehen, ist dieses Buch sehr gut geeignet und bietet auch darüber hinaus sehr viel an Fachwissen.

Zum besseren Verständnis enthält das Buch

8 Top-Ten-Listen
38 Best Practice Aufzählungen
41 Übersichtstabellen
47 Codebeispiele

die es erleichtern die Thematik zu verstehen und das erworbene Wissen richtig anzuwenden.

Besonders positiv hervorheben möchte ich, daß auch Themen wie die Vermeidung von Sicherheitslücken, Barrierefreiheit sowie Performanceoptimierung angesprochen werden. Alles Themen, die von vielen immer noch unterschätzt und viel zu wenig beachtet werden. Hier kann vermutlich wirklich jeder Webseitenbetreiber noch etwas neues für sich rausholen.

Vom Schreibstil her ist es recht verständlich geschrieben, sodass man sich schnell in das Thema einarbeiten kann. Von daher ist das Buch ein absoluter Kauftipp für jeden Webseitenbetreiber, der mehr aus seiner Webseite rausholen will.

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