Archiv der Kategorie: Fantasy

Simone Dorra – Fluchmond

Ich liebe Fantasy-Romane. Dank Torsten landete nun ein weiterer Roman in meinem Briefkasten. Es handelt sich um Fluchmond von Simone Dorra.

Zuerst mal zum Cover, immerhin ist das das erste was ins Auge fällt. Leider ist es nicht so wahnsinnig kreativ. Standard-Fantasy eben. Man sieht einen Frauenkopf, ein Schwarzwaldhaus und einen heulenden Wolf. Du weißt also gleich was dich erwartet. Es handelt von einer weiblichen Hauptperson, es spielt im Schwarzwald und es dreht sich um Wölfe. Da es ein Fantasy-Roman ist- Achtung Spoiler- wahrscheinlich Werwölfe.

Versteh mich nicht falsch. Bei der Vielzahl an Fantasy-Romanen ist es manchmal gut zu wissen, woran man ist. Daher verrate ich dir auch nicht zu viel wenn ich dir das mit den Werwölfen bereits erzählt habe. Aber wenn du mehrere Bücher dieser Art liest ist es manchmal einfach etwas langweilig immer die gleiche Cover-Aufmachung im Regal zu haben.

Ansonsten finde ich das Buch gut geschrieben. Es ist unterhaltsam und die Handlung ist nachvollziehbar. Ich mag Miriam, die Hauptperson des Buches. Sie ist nett und bodenständig. Ich mag auch die Beschreibung des Schwarzwaldes, die wirklich Lust drauf machen diesem Gebiet mal wieder einen Besuch abzustatten. Ich mag auch die männliche Hauptperson Ralf Markward, der schon auf dem Rückentext erwähnt wird.

Kurz zur Handlung: Miriam Trautwein erbt nach dem Tod ihrer Großmutter einen Hof im Schwarzwald. Sie zieht von Hannover dorthin um und lernt recht bald den attraktiven Ralf Markward kennen. Dieser lebt sehr zurückgezogen und scheint ein paar Geheimnisse zu hüten. Miriam fühlt sich mehr und mehr zu Ralf hingezogen, doch ihre Welt wird total auf den Kopf gestellt als sie sein Geheimnis lüftet.

Das kleine Manko: Du weißt eigentlich schon wo die Story hinführt. Es ist eigentlich total vorhersehbar. Trotzdem ist das Buch sehr unterhaltsam. Ich habe es innerhalb 2 Tagen ausgelesen weil es sich unglaublich gut lesen lässt. Es ist mit viel Liebe geschrieben, vor allem auch Liebe zum Schwarzwald.

Es ist romantisch aber niemals kitschig. Fluchmond hinterlässt ein warmes Gefühl und eine Geborgenheit, da du irgendwie weißt dass am Ende ein Happy-End wartet. Trotzdem gibt es einen spannenden Höhepunkt mit dem Auftauchen des bösen Gegenspielers und jeder Menge Drama. Für mich kam das Buch genau zur richtigen Zeit. Es ist ein Herbst-Buch wie ich finde. Wenn es draußen nass und kalt ist, wärmt es von innen. Genauso eignet es sich aber als Urlaubsbuch. Leichte Lektüre die man überall lesen kann.

Mein Fazit: Fluchmond ist ein unterhaltsames, schön geschriebenes Buch. Sobald du angefangen hast, lässt es dich nicht mehr los bis du es zu Ende gelesen hast. Es ist nicht wahnsinnig überraschend aber es macht Spaß zu lesen.

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Christoph Zachariae – Ödland 2 – Das Versteck im Moor

Hach ja – ich freu mich immer noch wie ein kleines Kind, weil ich nun auch den zweiten Teil von Christoph Zachariaes Ödland-Reihe lesen durfte. Ich habe zwischendurch ja auch noch andere Sachen gelesen, war aber bereits sofort nach den ersten Sätzen wieder drin im Geschehen.

Kurzer Rückblick in Teil 1: Mega ist ja im Ödland unterwegs und versucht Ersatzteile für die Wasseraufbereitung zu bekommen, da die Leute im Keller sonst alle früher oder später auf Grund der Strahlung sterben würden. Auf den verlassenenen Autobahnen, auf denen sie mit Hilfe eines Liegend-Fahrrad reist,hat sie einige Male Glück und kann den umherstreifenden Wilden ausweichen, doch beim dritten Mal wird sie geschnappt – und hier endet Teil 1.

Mega erwacht in einem Keller. Sie ist schwer verletzt und erinnert sich bruchstückhaft an das, was passiert ist. Trotz ihrer Schmerzen steht sie auf, reißt eine Decke, die das eindringende Licht blockiert, herunter und orientiert sich. Sie ist nicht allein, in einer Ecke kauert jemand. Im ersten Moment hat sie Angst, aber sie beruhigt sich schnell wieder. Der Mann der dort sitzt heißt Nathan (auch er scheint Mega zu kennen, was sie aber nicht weiß und erfährt), wie sich später herausstellt. Er pflegt Mega, versorgt sie mit Essen und hat sogar ihren sehr ramponierten INDU (ihr Liegendfahrrad) vor den „Soldatenkindern“, wie er sie nennt, gerettet. Nathan ist nicht sehr gesprächig, scheint ihr aber wirklich helfen zu wollen. Er wünscht sich nur eines als Gegenleistung – Mega soll bei ihren Leuten bei ihrer Rückkehr erfragen, ob sie ihn in die Gemeinschaft aufnehmen. Das ist etwas, womit Mega leben kann.

Als sie sich erholt hat, braucht sie Ersatzteile um ihren INDU wieder herstellen zu können. Nathan unterstützt sie, aber dennoch geht einiges schief und Mega wird von den Soldaten gefangen genommen. Mit mehr Glück als Verstand – und mit Nathans Hilfe, gelingt ihr jedoch die Flucht. Sehr geschwächt duch Lebensmittelmangel gelangt sie ins Moor und die Moofestung – was mit Nathan ist, weiß sie nicht. Ihre Verfolger sind ihr dicht auf den Fersen, aber sie werden von den Bewohnern der Moorfestung erledigt.

Mega wird dort gepflegt, auch wenn nicht alle Moorbewohner damit einverstanden sind. Sie muss drei Prüfungen bestehen um in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Man sagt ihr zudem Hilfe zu, dass sie, wenn sie es wünscht, ihre Reise fortsetzen kann.

Nach langer Zeit muss Mega ihre dritte Prüfung bestehen – einen Menschen anlocken – einen bestimmten Menschen, mit dem die Dorfbewohner noch eine Rechnung offen haben. Sie sieht diesen Menschen nicht richtig, ist mehr darauf bedacht, als sie aufeinander treffen – ihn in die Siedlung zu locken. Als er dort in den Hinterhalt gerät, betrachtet sie ihn genauer – es ist Hagen. Und auch Hagen erkennt Mega und verpürt Angst – große Angst. Allerdings war Hagens Gefangennahme seinerseits ein Hinterhalt und die Moorfestung wird gestürmt – alle werden gefangen genommen oder getötet – alle bis auf Mega und damit kommt Hagen überhaupt nicht klar…

Die ist tatsächlich getürmt, kehrt zurück zu Nathans Versteck, findet ihren INDU und reichlich Lebensmittel und setzt ihre Reise durch das Ödland fort – und sie ist nicht allein, denn Nathan ist da draußen irgendwo und hilft Mega auf seine Weise…und als sie wieder am Ende ihrer Kräfte ist und auf eine weitere Festung von normalen Menschen stößt, ist Mark auf einmal da…

Wow, Wow, Wow, Wow….ich bin hin und weg und total begeistert und schon wieder ist das Buch zu Ende, nur dass ich jetzt ja deutlich länger warten muss, bevor der dritte Teil den Weg in mine Bibliothek findet. Dieses Buch beantwortet die Fragen, die im ersten Teil offen geblieben sind. Es wird aufgeklärt, was Mega so besonders macht und man erfährt auch mehr Details zu der Katastrophe, die die Welt zum Ödland gemacht hat.

Das Buch teilt sich in drei Handlungsstränge. Zum einen landet man immer wieder im Keller, beleuchtet dort die Vergangenheit von Mega und erfährt noch einiges mehr über die Kellerbewohner. Die Hauptstränge betreffen jedoch Mega und Hagen, denn auch Hagen weiß einiges über Mega und seine Gedanken an sie bringen nicht selten seine Anführerposition in Gefahr. Einige der Moorbewohner haben sich ihm angeschlossen – vor allem Jan – der Mega scheinbar sehr mochte. Weiß er, dass Hagen Mega jagt???

Das Buch ist deutlich länger als der erste Teil und spannungsgeladen ohne Ende. Mega überrascht immer wieder, wie zäh und verbissen sie ihrer Mission nachkommt. Dass immer wider Menschen auftauchen, die ihr helfen, kommt ihr natürlich zu Gute, denn sonst wäre ihre Reise schon einige Male zu Ende gewesen, weil sie einfach am Ende war.

Auch die Einführung von Nathan, einem völlig neuen Charakter, ist dem Autor sehr gut gelungen – ich bin gespannt auf seine Geschichte und was ihm widerfahren ist. 😀

Dieses Buch und die Geschichte haben mich völlig in ihren Bann gezogen. Auch hier gehts teilweise wieder ziemlich blutig zu, aber irgendwie hat es mich nicht mehr so geschockt, wie im ersten Teil. Vermutlich, weil es eben ums Überleben geht und alle Werte und Normen wie wir sie kennen, sowieso weitestgehend über den Haufen geworfen sind.

Ich für meinen Teil warte gespannt auf den dritten Teil und lege dieses Buch wärmstens allen Fantasy- und Endzeitfans ans Herz.

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Christoph Zachariae – Der Keller

Vor einigen Tagen bekam ich von Christoph die Gelegenheit sein Buch „Der Keller“ lesen und rezensieren zu dürfen. Das hat mich natürlich sehr gfreut, bin ich doch bekanntermaßen ein großer Fan von Thrillern.

Entsprechend in freudiger Erwartung lud ich mir das Buch in meine Kindle-App, kuschelte mich in meine Sofa-Ecke und begann den Endzeit-Thriller zu lesen.

Zum Inhalt: Die Welt wie wir sie kennen, existiert seit vierzig Jahren nicht mehr. Es gibt nichts mehr und die wenigen Dinge, die noch an Ressourcen vorhanden sind, werden bis aufs Blut verteidigt. Es scheinen nur noch wenige Überlebende zu existieren, verstreut und versteckt schützen sie sich vor dem, was draußen lauert. Niemandem von außen kann man trauen, alles wird vernichtet um das zu schützen, was man noch besitzt.

Hauptprotagonistin ist Mega. Sie ist ein neunzehnjähriges Mädchen, die als kleines Kind den Weg in eine der schützenden Enklaven fand. Sie lebt, mit einigen Wissenschaftlern, Erwachsenen und anderen Kindern in einem Keller unter einer ehemaligen Universität. Das oberste Gesetz dort lautet: „Stille“, denn jedes Geräusch könnte den umherziehenden Banden verraten, dass dort etwas zu holen ist.

Mega ist anders als die Kinder in der Enklave. Diese fügen sich, doch Mega wurde icht dort geboren und sie wünscht sich nichts mehr als diesen Mauern wieder zu enfliehen und an die Oberfläche zurückzukehren, zurück ins Ödland, denn anders kann man das, was von der Welt übrig geblieben ist, nicht nennen. Niemand kennt Megas Vergangenheit, auch sie selbst kann sich nicht erinnern und es fällt ihr schwer, ihr Temperament im Zaum zu halten.

Mark, ein Junge, der einige Jahre älter ist als sie, ist ihr einziger wirklicher Freund, doch eines Tages ist Mark verschwunden. Mega merkt, dass man ihr etwas verheimlicht und erforscht auf eigene Faust im Keller, was Mark zugestoßen ist. Das was sie entdeckt, lässt sie wütend werden – sehr wütend und ihre Entdeckung brngt mit sich, dass sie dazu auserwählt wird, den schützenden Keller zu verlassen um dringend benötigte Ersatzteile zu besorgen, denn das Leben der gesamten Gemeinschaft hängt davon ab…und das von Mark. Und dann ist da auch noch Hagen, bei dem man nicht weiß, welche Rolle er eigentlich spielt…

Am Anfang tat ich mich etwas schwer in das Buch reinzukommen. Die Geschichte beginnt mit dem Zusammentreffen von Hagen und Mega, wobei sich Mega dort schon einige Zeit nicht mehr im Keller und auch nicht auf dem Weg dorthin zu befinden scheint und wer Hagen ist bzw. welche Rolle er spielt, wurde mir während der ganzen Zeit nicht so wirklich klar. Allerdings hielt dieses Nicht-Reinkommen nur einige Seiten an, danach hatte mich das Buch gepackt.

Erschreckend ist die Vorstellung, dass es da so wirklich nichts mehr gibt, keine Bäume, kein bzw. kaum Gras – eben nur Ödland. Gewalt beherrscht alles und es gibt zahlreiche sehr blutige und seelisch abgrundtiefe Szenen in dem Buch, die mich erschütterten. Immer wieder fragte ich mich – würden Menschen das tatsächlich tun? Würden wir jegliche Zivisilation vergessen und anderen solche Sachen antun? (Ich verrat euch nicht, was da gemacht wird)

Zu Mega findet man einen sehr leichten Zugang. Ihre Emotionen und Gedanken sind nachvollziehbar und machen sie sehr symphatisch. Ein bisschen erinnert sie mich an „Alice“ aus den Resident Evil Filmen.

Das Buch an sich ist Klasse, lässt sich gut und flüssig lesen und je mehr man in die Geschichte eintaucht, desto schneller liest es sich…und es hört an einer Stelle auf (Ja, es gibt eine Fortsetzung, es handelt sich um das erste von vier Büchern), wo ich wie wild auf dem Tablet rumwischte und mir dachte – ey, das kann doch jetzt nicht wahr sein?! Gewissermaßen ist man am Ende des Buches nur bedingt schlauer. Was genau der Erde widerfahren ist bleibt ebenso im Dunkeln, wie die Vergangenheit von Mega und woher Mega und Hagen sich kennen. Ich frage mich auch, ob es sich da wirklich bei einigen noch um Menschen handelt, oder ob da irgendwelche Genmutationen im Gange sind. Ich bin neugierig, sehr neugierig und ich will wissen, wie es weiter geht und ob ich meine Fragen beantwortet bekomme 😀

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Aeryn Vescori – Traumweber


Ich gebe zu, es ist selten, dass mich ein Buch dermaßen gefangen nimmt, dass ich dafür auf meinen Schlaf verzichte, um es zu lesen. Dieses Buch gehört dazu, auch wenn ich anfangs nicht geglaubt hätte, ein solch mächtiges Werk in den Händen zu halten.

Aiden lebt in einer Hütte am Meer. Er hat keine Eltern mehr und niemand aus dem Dorf ist erpicht darauf, näher mit ihm in Kontakt zu treten, denn Aiden ist anders. Er besitzt eine seltene Gae, die es ihm ermöglicht, Gedanken und Gefühle der Menschen wahrzunehmen und zu beeinflussen. In seiner Erinnerung sagte ihm seine Mutter, dass er ein Traumtänzer ist – ein magisches Wesen, welches in der Lage ist zwischen verschiedenen Welten zu „tanzen“ und Träume zu sehen.

Leider ist die Welt in der Aiden lebt magischen Wesen nicht wohlgesonnen und so wird aiden eines Tages von den Häschern des Ordens abgeholt. Er hat die Wahl – Kette oder Schwert – und entscheidet sich für ein Leben in Gefangenschaft. Die Welt in die er kommt ist verstörend und es fällt ihm sehr schwer sich gegen die zahlreichen negativen Emotionen abzuschotten und sich zurecht zu finden. Auch in der Stadt, bzw. darunter, wo er sich in höhlenartigen Gebilden befindet, begegnet man ihm mit Misstrauen – als wäre ihm auf die Stirn gemeißelt, dass er anders ist. Nichts desto trotz möchte Aiden die Welt verbessern und den Magiern – zu denen er ja auch irgendwie gehört dabei helfen, wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu muss er sich jedoch dem Widerstand anschließen und dessen Anführer Kellin lässt alle Alarmglocken in Aiden schrillen und zieht ihn dennoch auf unfassbare Weise an. Während der Tag des Aufstandes unaufhörlich näher rückt, kommt sich Aiden mehr und mehr als Spielball in einer Welt vor, die nicht seine ist und er weiß nicht, welche Rolle er eigentlich spielt. Mit ihm steht und fällt jedoch der Widerstand, da seine Macht die der anderen Magier bei weitem übersteigt, doch die Entscheidung kann nur Aiden allein treffen…

Wie oben schon erwähnt – dieses Buch ist einfach nur gigantisch. Auf 300 Seiten wird man in eine Welt gezogen, die einem einerseits unheimlich vertraut vorkommt und die auf der anderen Seite unheimlich verstörend ist. Es ist förmlich greifbar wie deplatziert sich Aiden vorkommt und wie sehr ihn die Ereignisse und das Leben in der Welt überfordern, ein Zustand, den wir sicherlich alle zur Genüge kennen – denn auch in unserer Welt dreht es sich zunehmend um Kontrolle und Habgier. Die Individualität des Einzelnen ist irrelevant – man hat zu funktionieren und ein Aufbegehren gegen das System wird schwer geahndet.

Dieses Buch ist also ein Aufruf mal darüber nachzudenken wie man miteinander umgeht und wie man mit Menschen umgeht, die vermeintlich anders sind. So stößt dieses Buch auch noch auf eine zweite „Wunde“ – nämlich die gleichgeschlechtlicher Beziehungen. Wer erotische Szenen erwartet, kann lange suchen, aber das ist auch überhaupt nicht nötig, denn das was Aiden und Kellin in diesem Buch miteinander teilen ist sehr viel authentischer und geht viel mehr unter die Haut, als manche erotische Romane.

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Suzanne Collins – Die Tribute von Panem – Flammender Zorn

Eine Trilogie neigt sich dem Ende zu. Auch das letzte Buch möchte ich euch nicht vorenthalten, auch wenn es deutlich überraschend war und das was man aus den vorherigen Teilen gewohnt war, nun irgendwie ganz anders ist.

Nachdem Katniss die Arena gesprengt hat, ist sie schwer verletzt und wurde von den Rebellen in Distrikt 13 gebracht. Sie soll sich dort erholen und dann andere dazu motivieren, sich den Rebellen anzuschließen. Sie selbst ist Teil der Rebellion und irgendwie, so scheint es, scheint man von ihr zu erwarten, mit in den Kampf zu ziehen. Das es zu einem Kampf kommen muss ist unausweichlich, aber Katniss ist nur noch ein kleiner Teil des Ganzen und wo sie früher die Hauptrolle spielte, ist sie nun nur noch Mittel zum Zweck. Außerdem ist sie so ganz und gar nicht wie ihr Jugendfreund Haymitch, der mit Leib und Seele der Rebellion verschworen ist und vor nichts zurückschreckt. Ihre einzige Sorge ist Peeta, der vom Kapitol in Fernsehübertragungen immer wieder gezeigt wird, damit Katniss erlebt, wie sie ihn langsam aber sicher mental brechen.Auch Katniss dreht Werbespots, die für die Rebellion sprechen, aber nachdem sie zusammenbricht, ist allen klar, dass man erst Peeta retten muss, bevor Katniss wieder „mitspielt“. Bei dieser Rettungsaktion stirbt Katniss Schwester Prim. Erst ziemlich spät wirs klar, wer der eigentliche Drahtzieher hinter dem Ganzen ist…

Während Katniss in den ersten Teilen noch ziemlich rebellisch war, so ist davon im dritten Teil nicht mehr viel übrig. Fast könnte man meinen, dass ihr Kampfwille gebrochen ist, was ich angesichts ihres Verlustes verstehen kann. Wofür hat sie all das getan? Eigentlich wollte sie die Welt verbessern, für ihre Schwester und ihre Mutter – aber die sind nicht mehr da. Nur noch Peeta lebt – aber das Kapitol ist unerbittlich und auch wenn es Peeta am Leben lässt, als sie mit ihm fertig sind, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst – doch in diesem Punkt gibt Katniss nicht auf. Sie glaubt an Peeta und daran, dass er eines Tages wieder ein bisschen mehr er selbst wird.

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