Archiv der Kategorie: Humor

Jutta Wölk – Mrs. Commingsdale 1 – Rache macht süchtig

Bei diesem Buch handelt es sich um ein E-Book, welches ich vor kurzem gelesen habe. Es umfasst gefühlt 20 Seiten und viel mehr braucht diese kurze, aber knackige Kurzgeschichte auch nicht.

Die Handlung ist somit auch schnell erzählt. Es geht um die dreiundsechszig-Jährige Mrs. Commingdale, die seit zwei Jahren Witwe ist. In Erinnerungen denkt sie an die Zeit zurück, wie sie ihren Mann kennen und lieben – und hassen lernte, da er sie permanent betrog, und wie schnell er dann doch(mit ihrer Hilfe) aus dem Leben schied. Dies ist der Auftakt zu ihrem neuesten Hobby – Ehebrecher an den Pranger zu stellen…

Man kann sich beim Lesen ein Grinsen nicht verkneifen. Äusserlich stellt man sich eine alte, gebrechliche und vielleicht auch senile Frau vor, aber diese Dame hat es faustdick hinter den Ohren. Auch wenn dieses Buch wirklich sehr kurz ist – es macht Lust auf mehr und es sind bereits auch weitere Kurzgeschichten der Autorin im Kindle-Shop erhältlich.

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Stefan Bonner, Anne Weiss – Betamännchen

Stefan wird Papa. Anne ist auf der Suche nach dem Mann fürs Leben. Beide arbeiten im gleichen Büro. Beide haben gemeinsam dieses Buch geschrieben und dabei das Thema Mann in den Vordergrund gestellt. Wie sind die Männer von heute? Verweichlicht oder immer noch der harte Kerl von früher? Und warum sind Männer meist anders als Frauen sie sich wünschen und wie sollen Männer eigentlich sein?

Stefan und Anne gehen diesen und anderen Fragen nach, in dem beide Anekdoten aus ihrem persönlichen Leben zusammengestellt haben zu einem Buch, das einen immer wieder schmunzeln lässt.

Abwechselnd erzählen sie ihre Geschichten, die in sich abgeschlossen, dennoch Stück für Stück zusammengehörend Einblick in das Leben der beiden geben.

Das Buch lässt sich gut am Stück lesen, ist auch gut als entspannende Abendlektüre geeignet und auch wenn es teilweise etwas ernstere Geschichten sind, hat man immer wieder genug Gründe um schmunzeln zu können, doch gleichzeitig zeigt das Buch auch auf wie gerade Männer sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert haben und das obwohl es nicht immer so sein müsste, denn nicht jede Frau will derart veränderte Männer haben.

Und so stellt sich die Frage: sind die Männer noch zu retten? Wer die Antwort wissen will, dem sei „Betamännchen“ ans Herz gelegt. Humorvoll geschrieben, dennoch mit Passagen, die immer wieder zum Nachdenken anregen. „Betamännchen“ ist ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.

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Renate Bergmann – Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker

Renate Bergmann, geborene Strelemann, ist 82 Jahre alt und lebt in Berlin. Sie war viermal verheiratet und lebt jetzt alleine. Von ihrem Neffen Stefan bekam sie ein gebrauchtes iPhone geschenkt und seitdem twittert und facebookt sie wie wild. Nun hat sie auch noch ein Buch geschrieben.

Darin lässt sich die rüstige Seniorin über all das so aus, was sie so erlebt und worüber sie sich so aufregt. Z. B. über die Tatsache, daß die Wohnungsverwaltung ihr verboten hat den Treppenflur zu bohnern. Immer dabei übrigens wenn sie unterwegs ist: ihr Korn. Korn ist übrigens gut bei Diabetes, auch wenn einem kein Arzt das verrät. Renate Bergmann weiß es dennoch und bekämpft so ihre Altersdiabetes.

Der geneigte Leser erfährt auch, daß Ilse und Kurt einen Koyoto fahren und Kurt grundsätzlich nicht mehr als 60 km/h fährt, immer mittig auf der Straße und der 4. Gang erst ab 100.000 Kilometer genutzt werden darf, weil der Wagen dann erst eingefahren ist.

Man merkt schon, dieses Buch ist für so manchen Schmunzler gut und so mancher Leser dürfte zwischendurch wohl an die Rentnerin in der Wohnung untendrunter denken. Mit dem Buch nimmt Renate Bergmann, die es so als Person natürlich gar nicht gibt, eine ganze Generation auf die Schippe. Auf über 220 Seiten kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus. Wer das Alltagsleben der deutschen Rentnergeneration also mal näher kennenlernen möchte, wer praktische Tipps einer erfahrenen Hausfrau benötigt, wer einfach nur gute humorvolle Unterhaltung sucht – der sollte sich „Ich bin nicht süß, ich habe bloß Zucker“ holen. Schmunzeln ist auf jeden Fall garantiert.

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Christof Dörr – Nö, du störst nicht, ich bin gerade in der Bahn

Christof Dörr fährt täglich mit der Münchner S-Bahn. Mit der Zeit fing er an mit seinem Smartphone die Gespräche der mitfahrenden Bahnreisenden zu protokollieren und hat daraus nun dieses Buch zusammengestellt.

Da er die Namen der anderen logischerweise nicht kennt, gibt er ihnen fiktive Namen, je nachdem woran ihn die Personen erinnern. Das macht die einzelnen Geschichten auch etwas lustiger.

Manche der Gesprächsmitschriften sind es eigentlich nicht wirklich wert veröffentlicht zu werden, andere dagegen recht lustig oder zum Kopfschütteln. Halt das wahre Leben, zusammengefasst in S-Bahn-Erlebnissen.

Wer selbst regelmäßig mit der Bahn (oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln) pendelt, wird sicher den einen oder anderen Typ Mensch wiedererkennen, wird denken: ja sowas gibts wirklich.

Christof Dörr hat einen Schreibstil, der es ermöglicht das Buch relativ flüssig hintereinander weg zu lesen. An manchen Stellen wirkt er aber etwas zu trocken, gerade auch bei lustigeren Passagen. Dennoch ist das Buch, das halt doch recht leichte Lektüre darstellt, lesenswert. Als leichte Kost vorm Schlafengehen oder (noch besser) während einer Zugfahrt, vielleicht gar in der S-Bahn München?

Es ist aber auch jeden Fall mal etwas anderes und hat man es einmal gelesen, schmunzelt man vielleicht auch etwas eher über so manche reale Begebenheit, die man selbst erlebt. Für Bahnpendler und die, die es noch werden also wirklich zu empfehlen. 🙂

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David Safier – Jesus liebt mich

Auch wenn „Mieses Karma“ das erste Buch von David Safier ist, so war „Jesus liebt mich“ das erste Buch, welches ich von ihm gelesen hatte. Allein der Text auf der Rückseite des Buches verspricht eine Menge Spaß und somit habe ich natürlich nicht lange gezögert, als es mich damals „anlachte“.

Die Hauptprotagonistien ist Marie. Von sich selbst als Mensch nicht wirklich überzeugt, möchte sie ihren Freund Sven endlich heiraten und freut sich auch auf die Hochzeit. Dass sie eine Weile gebraucht hat um den Pfarrer davon zu überzeugen, sie auch zu trauen – denn die Gläubigste ist Marie nicht – spielt für sie eigentlich keine Rolle und alles scheint gut zu sein – bis sie Sven vor dem Traualtar stehen lässt, weil sie doch nicht mehr so davon überzeugt ist, dass dieser Schritt das ist, was sie will.

Heulend zieht sie wieder bei ihrem Vater in ihr Kinderzimmer ein und wird auch noch von der halben Zimmerdecke fast erschlagen, so dass sie natürlich davon überzeugt ist, das Pech magisch anzuziehen. Ihr Vater beauftragt den Zimmermann Joshua mit der Reparatur und Marie findet, dass Joshua so ganz anders ist als alle anderen. Natürlich dauert es nicht lange, bis sie ihn zu einem Date überredet und als er ihr dort eröffnet Jesus zu sein, hält sie alles für einen Scherz – bis sie feststellt, dass er wirklich Jesus ist.

Doch damit nicht genug – plötzlich wird Marie auch noch damit beauftragt Gott zu beweisen, dass die Welt es wert ist gerettet zu werden und auch wenn Gott in Gestalt von Uma Thurman enorm attraktiv ist – George Clooney als der Teufel ist ja auch nicht ohne. Und nicht nur einmal bereut Marie, nicht besser im Kirchenunterricht aufgepasst zu haben, denn der Teufel spielt mit fiesen Mitteln und ihre Liebe zu Joshua macht es auch nicht einfacher, die Welt zu retten.

Ich hab Tränen gelacht und immer wenn mich jemand nach einem guten Buch fragt, ist dieses eines von meinen Empfehlungen. Gerade wenn man eine ganze Zeit lang nur Thriller oder gruseliges gelesen hat, ist „Jesus liebt mich“ eine willkommene Abwechslung, die man jederzeit lesen kann. Der lockere Schreibstil von David Safier macht das Lesen leicht und die Seiten rinnen einem nur so durch die Hand.

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