Archiv der Kategorie: Jugendbücher

Astrid Lindgren – Kalle Blomquist, Eva-Lotta und Rasmus

Kommen wir nun zum dritten und letzten Teil der Kalle Blomquist-Reihe. Diesen habe ich Ostern von meiner Freundin geschenkt bekommen, nachdem wir uns über Kinder- bzw. Jugendbücher unterhalten haben und ich ihr von den Helden meiner Kindheit vorgeschwärmt habe.

Natürlich habe ich auch prompt angefangen das Buch zu lesen. Unsere drei Freunde sind nun schon etwas älter und auch reifer geworden. Nichts desto trotz geht es wider heiß her bei der Jagd um den Großmummrich und der Krieg zwischen den weißen und den roten Rosen hat in den Jahren nichts an seiner Heftigkeit eingebüßt. Während die weißen Rosen die roten bei ihrem Bemühungen beobachten, treffen sie auf einen kleinen Jungen. Dieser stellt sich als Rasmus vor, stolze fünf Jahre alt, möchte gern mitspielen und wird ziemlich böse, als
er das typische: „Du bist noch zu klein!“ hört. Eva-Lotta ist hin und weg von dem kleinen Kerl, aber auch sie widmet sich wieder dem Krieg der Rosen.

Nachdem der Großmummrich die Seiten gewechselt hat, fordern die roten Rosen die weißen Rosen zu einem Mitternachtsduell in der Burg auf. Nachdem diese Schlacht fast ein sehr tragisches Ende gefunden hat, trennen sich die „Rivalen“. Eva-Lotta, Kalle und Anders werden plötzlich Zeugen, wie Rasmus und sein Vater, ein sehr berühmter Wissenschaftler, entführt werden. Kurzerhand beschließt Eva-Lotta in das Auto zu klettern um ebenfalls entführt zu werden – was auch gelingt. Kalle und Anders folgen den Entführern und geraten in eine Sache, die nicht nur ihr Leben bedroht.

Ja, soviel zur Handlung. Nur irgendwie gelang es mir hier nicht das Kind in mir komplett abzurufen und immer wieder drängte sich mein Erwachsenes Ich in den Vordergrund. Ich bin selber Mutter und ich glaube nicht, dass ein Kind sich so verhält, wie sich Rasmus verhält. Hätte ich noch kein Kind, würde ich mir das nach dieser Geschichte auch tatsächlich überlegen. Trotzdem war die Geschichte an sich sehr schön und spannend und ich mochte trotz dieser Nervensäge Rasmus, dass Buch nicht aus den Händen legen.

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Astrid Lindgren – Kalle Blomquist lebt gefährlich

Heute stelle ich euch den zweiten Teil der Kalle Blomquist-Reihe vor. Er hat mich nie ganz losgelassen und ich werde vermutlich auch noch in weiteren zehn Jahren wissen, was dort passiert ist…

Wie immer sind Ferien im kleinen Städtchen Kleinköping. Kalle hat seit seinem letzten Fall schon lange nichts mehr zu tun gehabt, vom Krieg der Rosen mal abgesehen. Das ändert sich allerdings schlagartig, als seine und Anders Freundin Eva-Lotta eine Leiche findet. Es ist der alte Gren, mit dem sie vor ein paar Tagen noch gesprochen haben. Aber nicht nur das, Eva-Lotta ist vermutlich auch dem Mörder begegnet. Auch wenn Eva-Lotta zunächst unter Schock steht, so weichen Anders und Kalle nicht von ihrer Seite. Der Detektiv in Kalle erwacht, als ein Anschlag auf Eva-Lotta mittels vergifteter Schokolade verübt wird.

Kalle und seine Freunde stecken erneut bis zum Hals im Schlamassel und besonders brenzlig wird es, als sie auf den Mörder treffen. Nur mit Hilfe ihrer Geheimsprache kann Eva-Lotta die anderen zumindest informieren, mit wem sie sich da in einem verlassenen Haus befinden…

Ich hab mich oft gefragt, was eine kindliche Seele wohl verkraften kann und wie es mir an Eva-Lottas Stelle ergangen wäre. Nichts desto trotz hat Astrid Lindgren hier wieder ein spannendes Buch geschrieben und lässt so den Traum vieler Kinder wahr werden, denn hat sich nicht jeder von uns gewünscht, als Kind Abenteuer zu erleben? Doch nicht nur das – Kalle Blomquist verkörpert gerade in der heutigen Zeit etwas, was viele Kinder nicht mehr kennen oder erleben – er ist ein Kind. Dort spielen sie noch draußen und hängen nicht vor PCs und Smartphones herum und die kindliche Kreativität wird durch die blumige Sprache sehr bildhaft dargestellt.

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Astrid Lindgren – Kalle Blomquist der Meisterdetektiv

Manchmal muss auch das Kind in mir bedient werden. Das weiß auch meine Freundin und hat mir kurzerhand den noch fehlenden dritten Teil meiner Kalle Blomquist-Reihe geschenkt. Aus diesem Grund möchte ich euch auch alle drei vorstellen.

Kalle lebt zusammen mit seinen Eltern, die ein Lebensmittelgeschäft besitzen, in dem schwedischen aber fiktiven Örtchen Kleinköping. Gemeisam mit Anders, einem Schusterjungen aus ärmlichen Verhältnissen, der ein sehr strenges Elternhaus hat und Eva-Lotta, der Bäckerstochter, genießt er vor allem die Sommerferien und somit den Kampf der weißen Rose (zu der Anders, Eva-Lotta und er gehören) mit der roten Rose (zu der Benka, Jonte und Sixten) um den Großmummrich. Dieser ist ein lustig geformter Stein.

Allerdings wäre Kalle Blomquist ja nicht der Meiserdetektiv, wenn dies sein einziger Lebensinhalt wäre.Er ist ein absoluter Fan von Sherlock holmes und einigen anderen Detektiven und wäre selber gern einer. Wie schnell sein Wunsch in Erfülung geht hätte wohl niemand geahnt, am allerwenigsten er, als sich Besuch bei Eva-Lottas Eltern ankündigt. Eva-Lottas Onkel taucht auf und während niemand der Kinder dem Onkel traut, fängt Kalle an zu recherchieren. Schnell stellt sich heraus, dass Eva-Lottas Onkel ziemlichen Dreck am Stecken hat. Die drei Kinder schweben in großer Gefahr…

Ich liebe Kalle Blomquist und ich liebe die Bücher von Astrid Lindgren. Auch heute noch als Erwachsener konnte ich sofort wieder in die Geschichte eintauchen und habe mit Spannung jede Seite umgeblättert. Astrid Lindgren schafft es immer wieder, dass in mir der Wunsch erwacht, noch einmal Kind zu sein und mit jedem ihrer Bücher kann ich, zumindest für den Moment, die Welt wieder aus Kinderaugen sehen.

Das Buch ist gebunden und umfasst 158 Seiten und ist somit ideal auch für Lesemuffel. Die Schriftgröße ist angenehm und da das Buch in einzelne Kapitel untergliedert ist, kann man es auch schön vorlesen.

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Astrid Lindgren – Die Kinder von Bullerbü

Und noch ein wunderschönes Buch von Astrid Lindgren möchte ich euch vorstellen. Auch dieses Buch liebte ich als Kind heiß und innig und hüte es auch heute noch wie einen Schatz.

Ich war etwa so alt wie Lisa, die Protagonistin und „Erzählerin“ des Buches, als ich es gelesen habe. Die Geschichte handelt von sechs Kindern, die zusammen in Bullerbü leben und dort allerlei „Abenteuer“ erleben. Bullerbü ist genau genommen ein Ort, der aus drei Höfen besteht, die sehr dicht beieinander stehen. Der Nordhof, der Mittelhof und der Südhof. Auf dem Mittelhof lebt Lisa mit ihren Brüdern Lasse und Bosse, auf dem Osthof lebt Ole und später auch seine kleine Schwester Kerstin und auf dem Südhof leben Inga und Britta.

Es ist zu schön, wie wenig die Kinder dort eigentlich besitzen und wie glücklich sie sind. Sie sind sehr viel draußen unterwegs, natürlich gibt es zwischen den Jungs und den Mädchen auch mal Reibereien, aber meist vertragen sie sich, denn zu sechst ist eben alles doch viel lustiger als nur zu dritt.

Auch dieses Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt und eignet sich so auch hervorragend zum Vor- und Selber lesen. Selbst Lesemuffel werden sich dem Charme nur schwer entziehen können.

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Astrid Lindgren – Ronja Räubertochter

Astrid Lindgren war eine meiner ersten Autorinnen, deren Bücher ich zum Teil mein Eigenen nenne und gelesen habe. Nur zu gern tauche ich auch heute noch gelegentlich in die Welten ein, die sie geschaffen hat, wie zum Beispiel die Abenteuer von Ronja Räubertochter.

Ronja wird in einer Gewitternacht in der Mattisburg geboren. Auch wenn sie ein Mädchen ist und inmitten einer Männerdomäne aufwächst – Mattis liebt seine Tochter über alles. In dieser Gewitternacht schlug ein Blitz in die Mattisburg ein, und teilte sie in zwei Hälften.

Ronja wächst auf und gedeiht. Als sie älter ist stromert sie durch den Wald. Ihr erster Tag wäre fast ihr letzter gewesen, denn die Graugnomen, kleine Wesen, die während der Dunkelheit auf Beutezug gehen, bedrohen Ronja. Doch Mattis rettet sie und Ronja lernt, dass sie vorsichtiger sein muss und auch vor Anbruch der Dunkelheit in die Burg zurückkehren muss.

Zwischendurch erfährt Ronja einiges von Mattis Erzfeind Borka – ein weiterer Räuber. Auch wenn Mattis der Stärkere von beiden ist, so macht Borka mit seinen Leuten ihm und seiner Bande das Leben schwer.

Irgendwann jedoch entdeckt Ronja, dass die abgespaltene Hälfte der Burg bewohnt ist – eben von Borka und seinen Räubern und einem Jungen in Ronjas Alter – Birk Borkasohn.

Auch wenn Ronja eigentlich Mattis darüber in Kenntnis setzen sollte, so tut sie es nicht – und so nach und nach entwickelt sich zwischen Birk und ihr eine Freundschaft, die beide vor ihren Eltern geheim halten. Natürlich geht das nicht lange gut und Mattis findet heraus, dass Borka sich in seiner Burg eingenistet hat. Als er dann auch noch Birk zu fangen bekommt, scheint er sich seiner Sache sicher zu sein, Borka endlich los zu werden – doch er hat die Rechnung ohne Ronja gemacht, die zu einem kühnen Plan greift.

Dieses Buch ist voller Wärme und Liebe geschrieben. Es erzählt von einer Natur, wie wir sie heute kaum noch kennen oder wahrnehmen, auch wenn wir noch Wälder auf unserer Erde haben. Auch das Thema Freundschaft wird ganz groß geschrieben und auch, dass sich Eltern auch mal irren können…

Mein Buch umfasst 236 Seiten und ist mit Illustrationen geschmückt, die das Eintauchen in die zauberhafte Welt von Ronja noch schöner machen. Es eignet sich wunderbar zum Vorlesen aber auch selber lesen, denn einzelne Kapitel unterteilen das Buch. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und auch, wenn die Sprache der RAäuber sehr derb ist – mich hat es nicht verdorben 😀

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