Archiv der Kategorie: Kinderbücher

Isabel Lenuck – Jasmin und die Streichholzmenschen

Ich hab mich tierisch gefreut als ich vor einigen Tagen einen großen Umschlag aus dem Briefkasten fischte und darin das Buch von Isabel Lenuck vorfand. Natürlich nutzte ich gleich die Osterfeiertage um zu lesen und in die Geschichte von Jasmin und den Streichholzmenschen abzutauchen.

Eigentlich ist Jasmin ein ganz normales Mädchen mit den obligatorischen Macken, die jede achtjährige so hat. Allerdings besitzt Jasmin etwas, was nur wenige Menschen besitzen – also vermutlich, denn so genau kann ich das ja nicht wissen – und Jasmin wusste es selbst noch nicht, bis zu jenem Abend, als sie tagsüber geschlafen hatte und darum nachts nicht so tief schlief und merkte, dass sie nicht so allein in ihrem Bett war, wie sie glaubte…

Sie hatte Gesellschaft und zwar von Petra – einem jungen Mädchen, welchem es unglaublich viel Vergnügen bereitete Jasmins Wange als Trampolin zu benutzen. Petra war nur so groß wie ein Streichholz, aber mindestens genauso schlagfertig wie Jasmin. Da der Tagesrhythmus zwischen Streichholzmenschen und uns vertauscht ist, merkt also niemand von uns so wirklich, ob wir nicht vielleicht auch diese kleinen Mitbewohner haben.

Jasmin und Petra freunden sich an und so erfährt Jasmin auch, dass Petra von ihren Eltern getrennt wurde und dass es noch viel mehr von den Streichholzmenschen gibt, diese aber den Menschen nicht trauen.

Jasmin weiht ihre beste Menschenfreundin Katja ein und gemeinsam schmieden sie den Plan, den Streichholzmenschen zu helfen und eine Siedlung aus Puppenhäusern zu errichten, in denen sie wohnen können. Allerdings ist das für zwei achtjährige kein ganz leichtes Unterfangen und ohne Erwachsene geht es nicht. Schnell merken auch die beiden, dass man nicht jedem Erwachsenen trauen kann und bald sind die Streichholzmenschen in sehr großer Gefahr.

Ob die Mädchen es schaffen und welche Rolle Jasmins Großmutter und der verrückte Professor dabei spielen, verrate ich euch natürlich nicht. Fakt ist, dieses Buch ist auf eine so süße und warme Art geschrieben, dass ich weder ein Lächeln noch ein Tränchen unterdrücken konnte. Es eignet sich auch Prima zum Vorlesen, da es in einzelne Kapitel unterteilt ist.

Auf 192 Seiten stellt sich hier also Lesespaß für Groß und Klein dar. Vereinzelte Zeichnungen im Buch verdeutlichen, wie zart und klein Petra wirklich ist und wie gefährlich unsere Welt für sie ist, in der für uns alles so selbstverständlich scheint.

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Karin Kaiser – Das versteinerte Einhorn

Ich durfte wieder in den Genuss kommen und ein Buch vor der Erscheinung lesen. So etwas mag ich und bin natürlich auch immer dementsprechend aufgeregt. Bei dem oben genannten Buch handelt es sich um ein Kinderbuch für Kinder ab 12 Jahren. Da ich selber Mutti bin, lese ich auch diese Bücher nach wie vor sehr gern und denke, dass auch kleinere Kinder diese Geschichte durchaus vorgelesen bekommen können.

Diese bezaubernde Geschichte handelt von einem kleinen Mädchen namens Jenny. Sie und ihre Mutter leben allein, seit der Vater vor einiger Zeit verschwand und nie wieder auftauchte. Es kriselt häufig zwischen Jenny und ihrer Mutter, denn während Jennys Mutter durch die Therapie etwas Trost erfährt, weigert sich Jenny allein den Gedanken zu akzeptieren, dass ihr Vater gestorben ist. Nach dem ersten und letzten Therapiebesuch, den Jenny ihrer Mutter zuliebe wahrnimmt, läuft sie fort. Sie weiß erst gar nicht wohin sie läuft, entdeckt dann aber, dass es der Wald ist, der in der Nähe ihres Wohnhauses existiert. Dort trifft sie auf eine versteinerte Einhornfigur, die sie bittet für sie zu weinen, denn unschuldige Tränen würden den Fluch brechen.

So geschieht es und Jenny steht einem echten Einhorn gegenüber, welches genauso aussieht wie das, was ihr Vater einst gemalt hat. Als das Einhorn dann auch noch bestätigt, dass Jennys Vater in dem Wald war, in dem viele magische Wesen leben und in der etwas grausames vor sich geht, ist Jenny in einem Zwiespalt der Gefühle. Einerseits hat sie die Bestätigung, dass ihr Vater vielleicht noch leben könnte, andererseits auch die enorme Angst, dass sich sein Tot nun bewahrheitet, denn ob er noch lebt, weiß auch das Einhorn nicht. Aber es bietet Jenny seine Hilfe an und nun ist es an Jenny zu entscheiden, ob sie den Weg weiter beschreitet oder ob sie aufgibt.

Ich fand diese Geschichte sehr schön. Ich saß auf dem Sofa, meinen PC auf dem Schoß und hatte die eine oder andere Träne in den Augen, als ich das e-Book las. Das Ende kam ein bisschen schnell – ich hätte mich gern noch ein bisschen weiter in den Gefühlen verloren und auch mehr über die anderen Bewohner dieses magischen Waldes erfahren, aber vielleicht geht die Geschichte ja weiter. Ich lass mich überraschen.

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Enid Blyton – Der Zauberbaum und seine Freunde

Nach meinem Umzug sind mir meine alten Kinder- und Jugendbücher in die Hände gefallen, unter anderem das wundervolle Buch „der Zauberbaum und seine Freunde“.

In dem Buch geht es um die aufregenden Abenteuer der Geschwister Jo, Beth, Fanny und ihren Vetter Richard, der auf Grund einer Krankheit seiner Mutter einige Monate bei den Geschwistern verbringen darf. Natürlich glaubt er nichts von dem, was ihm die Geschwister erzählen, bis er selbst den merkwürdigen Freunden derselben gegenüber steht.

Seidenhaar, die wunderschöne Elfe, Mondgesicht, der seinen Namen seinem Mondkopf verdankt und der Kesselflicker, ein Mann, der über und über mit Töpfen, Kesseln und Pfannen behängt ist sind nur einige der wundersamen Wesen, die den Zauberbaum bewohnen, der mitten im Zauberwald wächst. Das eigentlich faszinierende am Zauberbaum ist jedoch eine Leiter, die in die Wolken führt. Sehr viele fantastische, komische aber auch gefährliche und kuriose Welten auf Wolken halten über dem Zauberbaum. Manche davon verweilen einige Tage, manche nur wenige Stunden und die Kinder stürzen sich in allerlei wagemutige Abenteuer bei ihren Besuchen des Zauberbaums und den Welten darüber.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Die Unterteilung in kurze Kapitel macht es zum idealen Gute-Nacht-Geschichten-Buch für Kinder. Die kurzen Geschichten machen auch das Selberlesen attraktiv. Da die Geschichten leicht verständlich und dennoch sehr spannend geschrieben sind, dürfte es auch Lesemuffeln schwer fallen, dieses kostbare Kleinod wieder aus der Hand zu legen.

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Joanne K. Rowling – Die Märchen von Beedle dem Barden

Die Märchen von Beedle dem Barden spielen eine entscheidende Rolle in dem letzten Teil der Harry Potter Saga. Sie beinhalten zahlreiche Märchen aus der Zaubererwelt, die, ähnlich unseren Märchen, natürlich alle auch eine lehrreiche Lektion beinhalten. Zusätzlich bietet das Buch Anmerkungen von Albus Dumbledore – denn bei den Märchen von Beedle dem Barden handelt es sich um eben jenes Buch, welches auch Hermine in dem siebten Teil von Harry Potter in den Händen hält. Es ist das Erbe von Albus Dumbledore.

Für alle Harry Potter Fans ist dieses Buch natürlich ein Muss, aber auch für diejenigen, die nicht die Harry Potter Bände gelesen haben, ist dieses buch eine kleine Lektüre für zwischendurch, wenn man mal andere Märchen lesen möchte als nur der Gebrüder Grimm.

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Hugh Lofting – Dr. Dolittle und seine Tiere

Dr. Dolittle und seine Tiere Hab gerade mal meine Bücherkiste aufgeräumt und dabei fiel mir dieses kostbare Stück in die Hände.

Dr. Dolittle ist eigentlich ein Menschendoktor, der aber all seine Liebe den Tieren schenkt. Natürlich befinden sich etliche davon in seiner Praxis und vergraulen so die Patienten. Doch das interessiert ihn nicht sonderlich und so kam es, wie es kommen musste. All seine Patienten blieben aus, seine Schwester, die ihm den Haushalt führte, zog aus und er wurde arm. Als er eines Tages in seiner Küche saß, schlug ihm sein Papagei Polynesia vor, doch lieber ein Tierdoktor zu werden, schließlich wisse er doch alles über Tiere. Der Papagei brachte ihm außerdem die Sprache der Tiere bei und so kam es, dass er ein Tierdoktor wurde.

In diesem Buch erlebt Dr. Dolittle allerlei aufregende Abenteuer und begibt sich auf die weite Reisen nach Afrika, um dort den Affen zu helfen, bei denen eine schwere Krankheit ausgebropchen ist. Begleitet wird er dabei von seiner Ente Dab-Dab, dem Hund Jip, dem Schwein Göb-Göb, der Eule Tuh-Tuh, einem Krokodil, dem Papageien Polynesia und dem Affen Tschi-Tschi. In Afrika wird er in ein Gefängnis gesperrt und entkommt nur durch eine List. Er heilt die Affen und begibt sich auf den Heimweg. Doch auf diesem erwarten ihn noch allerlei Abenteuer. Er muss Piraten überlisten, rettet einen kleinen Jungen und dessen Vater und findet ein seltenes Tier – das Stoßmich-Ziehdich. Dank einer Ausstellung mit diesem kostbaren Exemplar gelingt es ihm schließlich, Geld zu verdienen und als reicher Mann in seine Heimatstadt Puddleby auf der Marsch zurückzukehren.

Ein schönes Buch zum Vor- und Selberlesen.

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