Archiv der Kategorie: Liebesromane

Nora Roberts – Hafen der Träume

Heute tauchen wir mal wieder in die Welt der Liebesschnulzen und der Romantik ein. Ich lese solche Bücher gern mal zwischendurch, vor allem, wenn ich mal wieder ein Stück heile Welt brauche. Nora Roberts ist in diesen Momenten natürlich genau das Richtige, weil ihr Schreibstil mich anspricht und sie mir genau die richtige Portion an Gefühl gibt, nach der mich gelüstet.

Hafen der Träume ist eines meiner Lieblingsbücher, wobei mir eigentlich alle bisher gefallen haben, die ich so gelesen habe. Allerdings hat mich die Handlung bei diesem Buch besonders angesprochen. Es geht um den jungen Mann Phillip Quinn, der seinem Vater auf dem Sterbebett verspricht, sich um den jungen Seth zu kümmern.

Seth ist, wie Phillip, Cameron und Ethan ein Adoptivkind. Während die drei älteren Brüder bereits Erwachsen sind und sowohl Cameron und Ethan bereits glücklich verheiratet sind, tut sich Phillip sehr schwer damit die Richtige zu finden. Dann erscheint Sybill auf der Bildfläche und Phillip denkt, dass er in ihr die Liebe seines Lebens gefunden hat. Als sich jedoch herausstellt, dass Sybill die Sozialarbeiterin ist, die den Antrag auf das Sorgerecht für Seth bearbeitet, eskaliert die Situation und Phillips Leben gerät aus den Fugen…

Was mir an diesem Buch so gefällt, ist der familiäre Zusammenhalt, denn die Familie Quinn an den Tag legt. Das weckt Wünsche und Sehnsüchte, denn wer wünscht sich nicht eine Familie, in der man füreinander einsteht und für den anderen da ist? Auf 399 Seiten taucht man ein in diese nicht immer harmonische aber doch sehr innig verbundene Familie und erlebt, was man erreichen kann, wenn man an sich glaubt und wenn dort Menschen sind, die einem dem Rücken stärken. Auch wenn die Realität natürlich anders aussieht – zumindest in der eigenen Phantasiewelt in Kombination mit diesem Buch, siegt doch immer die Liebe.

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Alexandra Ripley – Scarlett

Diese Fortsetzung steht meiner Meinung nach dem Original in nichts nach. Bei der Autorin handelt es sich um eine sorgfältig ausgewählte Bewohnerin Charlestons, der Stadt, in der auch Scarlett „lebte“. Die Erben Margret Mitchels haben lange Zeit abgelehnt, das Buch fortzusetzen, aber nachdem fast das Copyright erlosch, entschieden sie sich doch zu einer Fortsetzung überließen Alexandra Ripley, das Erbe von Margret Mitchel fortzuführen.

Scarlett kehrt heim nach Tara, doch statt Hoffnung und Trost erwartet sie der Zorn ihrer Schwester, die es nie verwunden hat, dass Scarlett ihr den Mann wegnahm, und eine sehr kranke Mommy, die pflegebedürftig ist und mehr in der Vergangenheit lebt, als im Hier und Jetzt. Ab und zu erinnert sich Scarletts Nanny wen sie vor sich hat und spricht ihr Mut zu, dass Scarlett ihren Rhett wieder zurückgewinnen wird.

Der letzte Wunsch der Nanny ist es, Rhett noch einmal zu sehen und kurz bevor sie stirbt, kommt Rhett auch. Er verspricht der sterbenden Frau auf Scarlett aufzupassen und Scarlett ist überglücklich, doch als die Mommy die Augen schließt und Scarlett sich in Rhetts Arme stürzen möchte, weist dieser sie ab.

Scarlett ist zutiefst enttäuscht und entschließt sich, Rhett in seine Heimat Charleston zu folgen. Sie nistet sich bei ihren nervtötenden Tanten ein und mischt den Haushalt ihres Großvaters kräftig auf, was dieser sonst sehr verbitterte alte Mann wohlwollend zur Kenntnis nimmt. Als Rhetts Mutter jedoch erfährt, dass Scarlett in Charleston ist, holt sie sie zu sich ins Haus.

Anfangs fühlt sich Scarlett sehr wohl und lässt sich von Rhetts Mutter leiten, die sie behutsam in die Charlestoner Gesellschaft einführen möchte. Rhett ist alles andere als begeistert, als er seine Frau bei seiner Mutter vorfindet, doch er macht gute Miene zum bösen Spiel und lässt Scarlett gewähren. Sie treffen eine finanzielle Vereinbarung, die Scarlett finanzielle Unabhängigkeit verspricht und Rhett im Gegenzug seine Freiheit.

Sie erleben einige schöne Monate. Eines Tages nimmt Rhett Scarlett mit zum Segeln. Während eines Unwetters kentert das Boot und Scarlett und Rhett überleben nur knapp. Rhett ist außer sich vor Sorge, da Scarlett mehr tot als lebendig das Land erreicht und es kommt zu einer weiteren Liebesnacht zwischen den beiden. Als Rhett jedoch merkt dass Scarlett außer Gefahr ist und wieder vollkommen genesen wird, macht er sich aus dem Staub.

Scarlett merkt mehr und mehr, dass auch in Charleston dieselbe Spießerschaft herrscht, die sie schon in Atlanta so verachtet hat. Sie lernt die irischen Verwandten ihres Vaters kennen und nimmt deren Einladung dort zu wohnen an. Sie hinterlässt einen Brief für die Mutter von Rhett, da sie diese wirklich sehr mag, aber der Brief erreicht die Mutter nie.

Bei ihren irischen Verwandten fühlt sich Scarlett sofort wohl. Zum ersten Mal wird sie so akzeptiert wie sie ist. Sie beschließt nach Irland zu gehen um dort ihre irischen Wurzeln zu erforschen. Kurze Zeit später stellt sie fest, dass sie erneut schwanger ist. Sie beschließt jedoch, Rhett vorerst nichts davon zu sagen, immerhin ha sie ja noch Zeit. Wie geplant tritt sie mit ihrem Cousin Colum, einem Priester und einer Nichte die Überfahrt nach Irland an.

In Galway deckt sie sich mit Stoffen ein um sich so zu kleiden wie die irischen Frauen. Kurze Zeit später erreicht sie ein Brief, in dem ihr mitgeteilt wird, dass Rhett eine Scheidung erwirkt und neu geheiratet hat. Scarlett bricht zusammen und beschließt, dass Rhett nie etwas von ihrem Kind erfahren wird. Sie setzt ihre Tour durch Irland fort, lebt die irischen Bräuche und kauft altes O`Hara-Land zurück.

Da sie in Irland durch ihre Handlungen und ihr Engagement als DAS Familienoberhaupt der O`Haras anerkannt wird, hilft ihr die Familie die alte Stadt Ballyhara wieder aufzubauen. Die Geburt ihres Kindes ist sehr kompliziert und die kleine Cat wird an Halloween von einer alten „Hexe“ zur Welt gebracht. Cat hat keinen leichten Stand und Colum tut alles menschenmögliche, die Bewohner Ballyharas davon zu überzeugen, dass Scarletts Kind völlig normal ist, aber es gelingt ihm bei diesen streng gläubigen Menschen nur bedingt.

Doch auch Scarlett ist das Landleben nach einigen Jahren langweilig und sie sucht Kontakte zu anderen Gutsbesitzern. Dass es sich bei diesem um Engländer handelt, stößt ihren Bürgern sauer auf, auch wenn diese in ihrer Stadt ihre heimlichen Treffen der Fenier abhalten können. Scarlett bemerkt von alledem jedoch nichts und genießt es wieder auf Festen und Feiern im Mittelpunkt zu stehen.

Als sie nach Jahren Rhett wieder gegenüber steht, kann sie sogar gelassen scherzen, auch wenn es innerlich in ihr tobt und brodelt. Als ein Engländer namens Luke Fenton anfängt um sie zu werben, will Scarlett erst nichts davon wissen. Doch Luke gibt nicht auf und als Scarlett die Ablehnung ihrer Bürger immer mehr zu spüren bekommt, willigt sie ein, die Frau von Fenton zu werden.

Dann kommt es zum Krieg zwischen den Engländern und Feniern in ihrer Stadt. Voller Angst rennt sie zum Herrenhaus um ihre Tochter zu suchen, als Rhett auftaucht und sie fortziehen will. Dann erst erfährt Rhett, dass er eine Tochter hat und sie flüchten zu dritt, denn das Volk will sie tot sehen.

Rhett und Scarlett reden in dieser Nacht lange miteinander und beschließen, dass sie nicht ohne einander können.

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