Sabine Ebert – 1813 Kriegsfeuer

Während meines Besuchs bei der historischen Gefechtsdarstellung in Leipzig wurde ich auf diesen Roman aufmerksam. Da die Autorin auch vor Ort war, griff ich zu und ließ es mir auch gleich signieren.

1813 – das Jahr als sich das Kriegsglück von Napoleon endgültig abwendete und er sich aus Deutschland zurückziehen musste. Sabine Ebert beschreibt in ihrem Roman die Zeit bis zur Völkerschlacht bei Leipzig aus den Blickwinkeln verschiedener Protagonisten, wobei Henriette hierbei die Hauptperson darstellt. Das junge Mädchen, welches erst nach Freiberg flog und kurz vor der großen Schlacht nach Leipzig kam, steht im Mittelpunkt des Romans, der auf knapp 900 Seiten ein wichtiges deutsches Kapitel der Geschichte des 19. Jahrhunderts beschreibt.

Man merkt dem Buch an, daß sich die Autorin intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat, denn alles in allem beschreibt sie die damalige Zeit sehr detailreich und originalgetreu. Die meisten ihrer Romanfiguren, wie auch viele der im Buch vorkommenden Dialoge entstammen gesicherten Quellen.

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Was störend wirkt ist der ständige Sprung von einem Protagonisten zum anderen. War man eben noch dabei wie Napoleon einen Kriegsschauplatz besichtigte, findet man sich im nächsten Augenblick in der Druckerei in Freiberg wieder, wo Henriette bei ihrem Onkel und ihrer Tante wohnt. Das kann manchmal schon etwas verwirren. Auch schade, wenn Protagonisten wie der Major de Trousteau, plötzlich zum Ende hin nicht mehr auftauchen, ihr Schicksal ungewiß bleibt, während sie gerade in der ersten Hälfte des Buches eine wesentliche Rolle spielten.

Dennoch ein Buch, das es schafft über lange Strecken einen Spannungsbogen aufzubauen, das aber auch in der letzten Phase viele tragische Ereignisse zusammenschnürt. Der Leser ist auf jeden Fall gespannt wie für die einzelnen Romanfiguren die Schlacht um Leipzig endet.

Aufgrund der Detailgetreue des Buches, ist es auch gut für Geschichtsinteressierte geeignet, die sich tiefer mit den Geschehnissen zwischen Mai und Oktober 1813 auseinandersetzen wollen, ohne dabei zu stark gefärbte Berichte aus der einen oder anderen Sicht alleine als Grundlage verwenden zu müssen.

Im Nachwort erfährt der Leser übrigens, daß die Autorin bereits an einem Folgeroman arbeitet. Vielleicht werden darin ja einige Fragen zu verschiedenen Romanfiguren beantwortet, die jetzt noch offen blieben.

Alles in allem wirklich ein lesenswerter Roman, trotz der zahlreichen Sprünge zwischen den einzelnen Handlungssträngen.

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Ein Gedanke zu „Sabine Ebert – 1813 Kriegsfeuer

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