Sabine Ebert – 1815 Blutfrieden

Im Herbst hatte ich „1813 Kriegsfeuer“ gelesen und hier rezensiert. Nun ist, wie bereits am Ende dieses Romans angekündigt, der zweite Teil erschienen: „1815 Blutfrieden„.

Der Roman schließt nahtlos an den ersten Teil an, d.h. wer sich diesen Teil hier kaufen möchte, sollte vorab unbedingt erst den ersten Teil gelesen haben. Das erleichtert eine Menge, insbesondere da dieser Teil auch immer wieder auf den ersten Teil Bezug nimmt.

Sabine Ebert nimmt den Leser mit ins Jahr 1813. Die Völkerschlacht ist gerade zu Ende gegangen, doch der Krieg geht weiter. Bis zum endgültigen Ende von Napoleon 1815 ist es noch ein langer Weg und er wird noch viele Menschenleben kosten.

Im Mittelpunkt des Buches steht wieder Henriette, die es nach Leipzig verschlagen hatte. Wird sie die von den Kranken und Toten dort ausgehenden Epidemien überstehen?

Sabine Ebert im Interview auf der #lbm15

Ein von Torsten Maue (@torstenmaue) gepostetes Foto am

Wie schon im ersten Teil springt die Autorin auch hier wieder von Kapitel zu Kapitel zwischen verschiedenen Personen und Schauplätzen hin und her, doch daran hat man sich ja bereits gewöhnt.

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Der Leser kann sich, aufgrund der Schreibweise, sehr gut in die Protagonisten und das Geschehen vor Ort reindenken. So ist man förmlich live dabei als die Alliierten Erfurt belagern oder Blücher bei Kaub über den Rhein übersetzt.

Viele der im Buch vorkommenden Personen hat es tatsächlich gegeben, auch wenn die dort im Buch gesprochenen Dialoge nicht immer historisch belegt sind. Das erleichtert es dem geschichtsinteressierten Leser auf jeden Fall sich für dieses Buch zu entscheiden. Wer jedoch den ersten Teil gelesen hat und davon genauso begeistert war wie ich, der wird nun auf den Nachfolgeband eh bereits gewartet haben.

Schade nur, daß einige im ersten Teil häufiger vorkommende Personen im neuen Teil etwas „vernachlässigt“ werden. Dafür tauchen andere neu auf der Bildfläche auf, so wie im normalen Leben auch. Bleibt abzuwarten ob es einen weiteren Teil gibt, auch wenn die dramatischsten Ereignisse dieses Jahrzehnts mit diesem Buch nun endgültig abgehandelt sind.

Wer historische Romane mag und wer auch Wert drauf legt, daß nicht alles der Phantasie entsprungen ist, dem sei „1815 Blutfrieden“ ans Herz gelegt, nicht ohne nochmal darauf hinzuweisen zuerst „1813 Kriegsfeuer“ zu lesen.

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