Sabine Ebert – Schwert und Krone, Meister der Täuschung

Sabine Ebert hat sich an ein neues Thema gewagt. Nachdem die Autorin mit 1813 und 1815 eine zweibändige Romanreihe rund um die Zeit der napoleonischen Befreiungskriege schrieb, nimmt sie den Leser nun mit in das Mitteleuropa des 12. Jahrhunderts. Nach dem Tod Kaiser Lothar III. entbrennt ein Kampf um dessen Nachfolge an der Spitze des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation.

Sabine Ebert beschreibt in dem die Zeit des Machtkampfes aus den Blickwinkeln verschiedener Protagonisten. So bekommt der Leser einen tiefgreifenden Einblick in diese Epoche.

Wie auch in Sabine Eberts anderen Romanen werden die historischen Begebenheiten sehr sorgfältig recherchiert dargestellt, auch wenn nicht alles zu 100 % so stattgefunden haben muß, denn die historische Geschichtsschreibung weißt hier noch einige Lücken auf. Darauf geht die Autorin aber am Schluss des Buches detailliert ein, was man sich von manch anderem Autoren durchaus auch wünschen würde.

Ebenfalls aus anderen Romanen Eberts ist der Einbau einer Liebesgeschichte bekannt, die auch hier nicht fehlt. Dennoch wirkt es nicht kitschig. Im Gegenteil, durch die in den Kapiteln wechselnden Protagonisten wirkt der gesamte Roman recht aufgelockert und die historisch wahren Begebenheiten stehen eh im Vordergrund.

Der Roman lässt sich sehr flüssig lesen und Langeweile kommt dabei nirgends auf. Sabine Ebert schreibt recht spannend, was einen das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt.

Aufgrund des Schreibstils der Autorin wird dem Leser ein sehr intensives Bild von dem damaligen Leben vermittelt und man kommt sich vor als wäre man tatsächlich selbst dabei. Mit „Meister der Täuschung“ ist Sabine Ebert wieder ein beeindruckendes Werk gelungen, das den Leser in eine recht wenig bekannte Epoche der deutschen Geschichte mitnimmt.

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