Werner Wommelsdorf – Leichte Fahrt und beglückende Winde

Durch einen Twitterkontakt wurde ich gefragt ob ich dieses Buch rezensieren wolle und da das mal ein völlig anderes Thema war, habe ich mal zugesagt.

Werner Wommelsdorf hat das Buch als Book on Demand herausgebracht und beschreibt darin seine zweijährige Segeltour mit seiner damaligen Frau in den 70er Jahren. Das war zu einer Zeit als es Begriffe wie GPS usw. noch gar nicht gab. Man segelte damals noch anhand der Sterne und nach irgendwelchen Karten, die in Papierform vorlagen. Eine Weltumsegelung sollte es werden. Das gelang zwar nicht, wobei Wommelsdorf die Gründe im Buch auch anschaulich beschreibt, dennoch war es eine Reise, die einem heutzutage zugleich faszinierend wie auch aus einer anderen Welt stammend vorkommt.

Mit einem wirklich kleinen Segelboot unterwegs quer über die Ozeane und teils wochenlang dabei kein Land sehend, das dürfte nicht für jeden was sein. Was dabei so alles passierte, beschreibt der Autor dabei recht ausführlich. Handtaschendiebstahl, Beinbruch, Schießerei, Gefängnisaufenthalt – auf dieser Reise erlebte das Paar so einiges, was auch die Reisepläne etwas durcheinander warf.

Was den Lesefluß etwas stört, sind die zahlreichen Fachbegriffe aus der Segelei, mit denen der Segelunkundige absolut nichts anzufangen weiß. Hier wäre entweder die Verwendung von Laiensprache oder ein entsprechenden Glossar am Ende anzuraten gewesen, denn so ist es teils nur schwer möglich den Sinn mancher Sätze und dem was folgt zu begreifen.

Die Fotos im Buch reichen von „eher was fürs Familienalbum“ bis hin zu „Hammer!“, geben aber einen schönen Überblick über all das was das Paar auf seiner Reise so zu Gesicht bekam.

Das Buch ist aus meiner Sicht allen zu empfehlen, die sich mit dem Thema Weltumsegelung näher beschäftigen möchten, zumal das damals mit viel weniger Technik wohl schwieriger als heutzutage sein dürfte. Auch wer sich für all das interessiert, was so der normale Tourist dort unterwegs nicht so erleben dürfte, ist mit diesem Buch gut bedient. Es ist eine recht kurzweilige Lektüre.

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